Delir
Ein akutes Delir (auch „Delirium“ genannt) ist eine plötzlich auftretende, schwere Störung der geistigen Funktionen. Es betrifft vor allem die Aufmerksamkeit, das Bewusstsein und die Orientierung und ist meist reversibel, wenn die Ursache behandelt wird. Es tritt häufig bei älteren Menschen und in medizinischen Notfallsituationen auf.
Im Rahmen der stationären Aufnahme erfolgt ein Screening auf Anzeichen eines erhöhten Delirrisikos bzw. eines bereits eingetretenen Delirs mithilfe standardisierter Module, die in die reguläre Pflegedokumentation integriert sind. Ziel ist es, frühzeitig pflegerische Maßnahmen einzuleiten, um ein Delir zu vermeiden oder zeitnah zu behandeln.
Beitrag von Patienten und Angehörigen zur Delirprävention

- Wichtige Informationen bereitstellen: z. B. Vorerkrankungen, Medikamente, frühere Delir-Episoden.
- Orientierung fördern: Persönliche Gegenstände, Kleidung, Uhr und Kalender helfen dem Patienten, sich zurechtzufinden.
- Anwesenheit und Ansprache: Regelmäßiger Besuch und ruhige Kommunikation geben Sicherheit.
- Veränderungen früh erkennen: Angehörige bemerken oft zuerst Anzeichen wie Verwirrtheit oder Unruhe.
- Bewegung und Aktivität unterstützen: Fördert die Selbstständigkeit und senkt das Delirrisiko.
- Mit dem Behandlungsteam im Austausch bleiben: Fragen stellen, Informationen weitergeben und Maßnahmen unterstützen.